... ...

Stromnetz für die Krise gewappnet?

Stromnetz für die Krise gewappnet?

Energieversorgung: Vier wichtige Fragen und Antworten zur Corona-Pandemie

Stromnetz für die Krise gewappnet : Die Corona-Pandemie stellt nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt vor gewaltige Herausforderungen. Der Staat hat ein gigantisches Hilfspaket geschnürt, mit dem Bürgern und der Wirtschaft geholfen werden soll. Ein Thema aus dem Alltag der Menschen: Gibt es genug Strom, wenn fast alle zu Hause sind und ununterbrochen Lichter brennen, Fernseher laufen und Smartphones glühen? Hier sind Antworten auf die vier wichtigsten Fragen:

1. Ist für diese Sondersituation genug Strom vorhanden?

„Die Stromversorgung in Deutschland ist absolut sichergestellt“, betont Volker Walzer vom Ökostromanbieter LichtBlick. Der Strommarkt, inklusive des Einkaufs, sei sehr langfristig angelegt und werde über Monate geplant. Das gelte auch für die Stromversorgung mit umweltfreundlicher Energie. „Durch die vielen starken Winde in den letzten Monaten wurde sogar ungewöhnlich viel Windenergie in Deutschland erzeugt“, so Walzer.

2. Welchen Einfluss hat Corona auf den Stromverbrauch?

Konkrete Angaben gibt es bereits aus Österreich: Als das öffentliche Leben in der Hauptstadt Wien auf ein Minimum reduziert wurde, ist der Energieverbrauch am ersten Tag um rund ein Fünftel zurückgegangen. Denn obwohl in Privathaushalten plötzlich mehr Energie verbraucht wurde, wird durch die geschlossenen Geschäfte, Büros, Restaurants und Hotels auch sehr viel weniger Strom benötigt. „Es geht weniger darum, dass Strom knapp wird, als darum, das Netz stabil zu halten“, erklärt Volker Walzer. Für die überregionalen Übertragungsnetzbetreiber sei dies aber eine bekannte Situation, da der Stromverbrauch auch in normalen Zeiten schwanke.

3. Muss ich mit Nachzahlungen rechnen, weil ich mehr verbrauche?

Serien und Filme werden mehr als sonst gestreamt, das Internet nach neuen Meldungen oder lustiger Ablenkung durchforstet, vielleicht wird auch wieder mehr gekocht als zuvor: Zu Hause wird mehr Strom verbraucht als gewöhnlich. „All das wird nicht dafür sorgen, dass die Stromrechnung explodiert“, beruhigt Volker Walzer. Wer es genau wissen will, sollte seinem Stromanbieter den aktuellen Zählerstand übermitteln. Der Anbieter teilt dann mit, wie der Verbrauch im Vergleich zu der Zeit vor Corona ist. „Wirklich deutlich wird das allerdings erst nach ein paar Monaten“, so Walzer.

4. Wie kann ich Stromnachzahlungen durch Corona vermeiden?

Auf der Seite www.lichtblick.de, Rubrik „Magazin“, beispielsweise stehen fünf Tipps, mit denen man seinen Stromverbrauch effektiv reduzieren kann. Damit lässt sich Geld sparen und es ist gut für den Klimaschutz. „Je weniger wir alle verbrauchen, desto weniger muss produziert werden“, betont Volker Walzer.