Corona-Zeit lockt IT-Hacker

Corona-Zeit lockt IT-Hacker

Unternehmen sind zu wenig geschützt

Corona-Zeit lockt IT-Hacker : In einem noch nie dagewesenen Tempo haben sich zahlreiche Firmen auf Homeoffice eingestellt. Doch trotz Eile dürfen neben dem Coronavirus auch die elektronischen Viren nicht vergessen werden: Hackerangriffe, Datenklau und Verschlüsselungstrojaner gibt es weiterhin. Mehr noch: Hacker nutzen es aus, dass Mitarbeiter teils mit Eigengeräten im Firmennetzwerk arbeiten. Durch die heimische Umgebung ist vieles nachlässiger, Sicherheitsstandards wurden zugunsten einer schnellen Netzanbindung heruntergefahren.

Kleine und mittlere Unternehmen oft nicht versichert

Erstaunlich ist, dass 87 Prozent aller kleinen und mittelständischen Unternehmen keine Cyber-Police abgeschlossen haben, die sie gegen die Folgen von Cyber-Attacken absichert (Quelle: KMU-Studie 2020 der Gothaer Versicherung). Die Studie zeigt: Je größer die Unternehmen, desto eher besitzen sie eine Cyber-Police. So verfügen Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern nur zu sieben Prozent über eine entsprechende Versicherung, bei den Unternehmen zwischen 200 und 500 Mitarbeitern sind es 24 Prozent.

Kleinbetriebe gefährdet

Experten warnen: „Auch bei kleinen Firmen – sei es der Friseurmeister, die Medienagentur oder der Gas- und Wasserinstallateur – können zum Beispiel Anhänge von Phishing-E-Mails große Schäden anrichten, kann Schadsoftware Kundendaten verschlüsseln oder den Betrieb zum Erliegen bringen. Die Kosten für die Datenwiederherstellung, für den Hardwareaustausch und für die professionelle Unterstützung von IT-Experten können in die Zehntausende Euro gehen“, so Frank Huy, Leiter Haftpflicht und Financial Lines der Gothaer.

Eine gute Cyber-Versicherung unterstützt vor dem Eintritt eines Schadens

Cyber-Policen bieten mehr als nur die reine Versicherungsleistung. So wird oft eine 24-Stunden-Hotline angeboten, im Vorfeld unterstützt der Versicherer mit Maßnahmen zur Steigerung des Risikobewusstseins im Unternehmen oder mit Schwachstellenscans, um Sicherheitslücken aufzuzeigen. Im Falle des Falles steht er seinen Kunden schnell und mit multiprofessioneller Expertise zur Seite. Weiter kümmert er sich um die finanzielle Abfederung im Ernstfall und bietet Rechtsschutz und Unterstützung durch spezialisierte Dienstleister. Oft wird auch ein notwendiger Hardware-Austausch abgedeckt.
Eine gute Cyber-Police übernimmt zudem die Mehrkosten durch den bei einem Hackerangriff verursachten Betriebsausfall sowie entstandene Sachschäden an Fertigungserzeugnissen. Die Kosten für eine solche Police halten sich in Grenzen – besonders im Verhältnis zum möglichen Totalschaden.